DR. THOMAS HOFFMANN

Thomas Hoffmann, geboren 1971 in Hamburg, Dr. paed., Dipl.-Soz., lehrt und forscht als Akademischer Oberrat an der Fakultät für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

Arbeitsschwerpunkte:
- Bildung, Erziehung und Rehabilitation bei geistiger Behinderung und Lernschwierigkeiten
- Bildungstheorie, inklusive Pädagogik und entwicklungsorientierte Didaktik
- Geistige Behinderung/Lernschwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und psychiatrische Erkrankungen
- Disability History und Geschichte der Behindertenpädagogik, Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften

Im Wintersemester 2015-2016 Vertretung der Professur für Pädagogik bei schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung und Inklusion an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Im Sommersemester 2016 und im Wintersemester 2016-2017 Gastprofessor für Rehabilitationssoziologie am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Ab Wintersemester 2018-2019 Professor für Inklusive Pädagogik am Institut für Lehrer*innenbildung und Schulforschung der Universität Innsbruck.

Auf dieser Internetseite findet sich eine Auswahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen,  Forschungsprojekte und Tagungsbeiträge.  Die Publikationsliste enthält teilweise Links zu den veröffentlichten Volltexten. Der Projektbereich gliedert sich in verschiedene Unterseiten, darunter das ständig fortgeführte digitale Volltextarchiv zur Geschichte der Behindertenpädagogik, Psychologie, Psychiatrie und der Neurowissenschaften.

Thomas Hoffmann

Bücher

Buchcover Hoffmann, Jantzen & Stinkes 2018

Empowerment und Exklusion

Zur Kritik der Mechanismen gesellschaftlicher Ausgrenzung


Herausgegeben von Thomas Hoffmann, Wolfgang Jantzen und Ursula Stinkes 
Buchreihe: Dialektik der Be-Hinderung
Verlag: Psychosozial-Verlag
ca. 400 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erscheint im Juni 2018
ISBN-13: 978-3-8379-2767-2, Bestell-Nr.: 2767

Ein kritisches Bewusstsein für Ausgrenzung und Verletzbarkeit von marginalisierten Gruppen ist für den deutschen Diskurs um Empowerment von zentraler Bedeutung. Zum ersten Mal beziehen die AutorInnen in diesen Diskurs auch die Debatte um Exklusion und Alterität mit ein und lassen die von Diskriminierung, Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen, deren Stimmen in der Gesellschaft weder Gehör finden noch eine politische Bedeutung haben, selbst zu Wort kommen.
Die AutorInnen plädieren für eine Ethik der Befreiung als Antwort auf Unterdrückung und Ausschließung. Um diese zu ermöglichen, ist es wichtig, sowohl Globalisierungsprozesse als auch historische, kulturelle und soziale Lebensumstände marginalisierter Gruppen in Beziehung zur Theorie und Praxis des Empowerments zu setzen. Sie arbeiten die Ideologie des autonomen Subjekts und die Missachtung realer Leidenserfahrungen heraus sowie die fachliche und politische Bedeutung des Empowerment-Ansatzes für die Soziale Arbeit und die Behindertenpädagogik.

Mit Beiträgen von Susanne von Daniels, Lucie Diep, Gunter Herzog, Andreas Hillbrecht, Thomas Hoffmann, Wolfgang Jantzen, Swantje Köbsell, Kristina Kraft, Willehad Lanwer, Breny Mendoza, Johannes Schädler, Udo Sierck, Ursula Stinkes, Daniel Stosiek, Fernando Vidal, Hans Weiß, Gregor Wolbring und Jean Ziegler

Buchcover Goldstein 2014

Der Aufbau des Organismus

Einführung in die Biologie unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen am kranken Menschen


Herausgegeben von Thomas Hoffmann und Frank W. Stahnisch
1. Aufl. 2014, XLVIII + 462 Seiten, 1 s/w Abb., Festeinband
ISBN: 978-3-7705-5281-8
EUR 53.00 / CHF 64.70 Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands

erschienen in der Reihe: Übergänge
Texte und Studien zu Handlung, Sprache und Lebenswelt, Band: 62

Der Aufbau des Organismus ist das Hauptwerk des deutsch-amerikanischen Neurologen und Psychiaters Kurt Goldstein (1878-1965). Erstmals seit 1934 erscheint es nun in einer neuen deutschsprachigen Ausgabe. Im Spannungsfeld von Neurologie, Psychologie und Philosophie entwarf Kurt Goldstein im niederländischen Exil eine ganzheitliche Theorie des Aufbaus und der Funktion des menschlichen Organismus, die eine völlig neue Sicht auf die menschliche Psyche und die Funktionsweise des Gehirns ermöglichte. Sein Werk zählt nicht nur zu den Klassikern der modernen Neuropsychologie, sondern prägte auch so unterschiedliche Strömungen wie die Phänomenologie in Frankreich (Merleau- Ponty), die humanistische Psychologie in den USA (Maslow, Rogers) und die Kulturhistorische Schule der russischen Psychologie (Wygotski, Luria, Leontjew). In der Nachkriegszeit in Deutschland weitgehend verdrängt und vergessen, wartete dieses Buch lange auf seine Wiederentdeckung. Angesichts der aktuellen Diskussion des Leib-Seele-Problems in den Neurowissenschaften und der Philosophie ist Goldsteins Werk heute wieder hochaktuell.

Buchcover Hoffmann 2013

Wille und Entwicklung

Problemfelder – Konzepte – Pädagogisch-psychologische Perspektiven


Thomas Hoffmann
2013, XII, 422 S. 20 Abb.
Softcover ISBN 978-3-658-03040-7
£ 54,99 | CHF 67,00 | 60,74 € | 66,81 € (A) | 64,99 € (D)
Erhältlich bei Ihrer Bibliothek oder springer.com/shop

Willenskonzepte in der Geistigbehindertenpädagogik und deren Bezugswissenschaften werden sowohl in ihren theoretischen Begründungen als auch im Kontext unterschiedlicher Willenspraktiken analysiert. Thomas Hoffmann geht von der These aus, dass für das pädagogische Verständnis der Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung die dynamischen Wechselbeziehungen von Denken und Wollen eine zentrale Rolle spielen. Das Problem der Willensentwicklung rückt damit ins Zentrum der theoretischen Auseinandersetzung um die strittige Frage, welche Ursachen und Bedingungen dem Phänomen geistiger Behinderung zugrunde liegen und wie Bildung und Erziehung darauf angemessen und sinnvoll antworten können. Ziel ist es, einen historischen und systematischen Überblick der unterschiedlichen Willenskonzepte in der Geistigbehindertenpädagogik und deren Bezugswissenschaften zu geben, um daraus entsprechende pädagogisch-psychologische Perspektiven zu gewinnen.

Neueste Publikationen

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Hoffmann, T. (2018): Inklusive Pädagogik als Pädagogik der Befreiung: Fünf Thesen (Preprint). In: Hoffmann, T., Jantzen, W. & Stinkes, U., Hrsg.: Empowerment und Exklusion: Zur Kritik der Mechanismen gesellschaftlicher Ausgrenzung. Gießen: Psychosozial-Verlag.

Hoffmann, T. (2018): Inklusive Schule, exklusive Gesellschaft? Soziologische Lesarten von Inklusion und Exklusion. In: Gingelmaier, S. & Müller, K., Hrsg.: Kontroverse Inklusion: Ansprüche, Umsetzungen und Widersprüche in der Schulpädagogik. Weinheim: Beltz, 53–76.

Hoffmann, T. (2018): Leistungsfähigkeit und Leistungsgerechtigkeit aus behinderten- und inklusionspädagogischer Perspektive. In: Sansour, T., Riegert, J. & Musenberg, O., Hrsg.: Bildung und Leistung: Differenz zwischen Selektion und Anerkennung [Reihe pädagogische differenzen, Bd. 2]. Bad Heilbrunn: Verlag Julius Klinkhardt, 70–80.

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Hoffmann, T. (2017): Kurt Goldstein und das Programm einer konkreten Humanwissenschaft. In: Lanwer, W. & Jantzen, W., Hrsg.: Jahrbuch der Luria-Gesellschaft 2016. Berlin: Lehmanns Media, 12–39.

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Hoffmann, T. (2017): Tätigkeit – Arbeit – Aneignung. Zum Aneignungsbegriff der Kulturhistorischen Schule. In: Musenberg, O., Hrsg.: Kultur – Geschichte – Behinderung. Band II: Die eigensinnige Aneignung von Geschichte. Oberhausen: Athena, 61–83.

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Hoffmann, T. & Menthe, J. (2016): Inklusiver Chemieunterricht: Ausgewählte Konzepte und Praxisbeispiele aus Sonderpädagogik und Fachdidaktik. In: Menthe, J., Höttecke, D., Zabka, T., Hammann, M. & Rothgangel, M., Hrsg.: Befähigung zu gesellschaftlicher Teilhabe. Beiträge der fachdidaktischen Forschung. Münster: Waxmann-Verlag, 351–360.